Die „Via de la Plata“ mit dem Rad

„Die Via de la Plata ist eine historische Straßenverbindung zwischen Sevilla und Astorga auf der Iberischen Halbinsel.

Sie zieht sich über hunderte Kilometer in Nord-Süd-Richtung durch die ehemalige römische Provinz Lusitania in Hispania.

Wörtlich übersetzt würde der Name „Silberstraße“ bedeuten. Die Namensgebung stammt jedoch nicht aus römischer Zeit, sondern ihr Ursprung liegt wahrscheinlich in der volksetymologischen Veränderung der jüngeren maurischen Bezeichnung Bal’latta für „breiter gepflasterter Weg“.

Bereits seit dem Mittelalter wird die Via de la Plata auch als Pilgerweg genutzt; sie gehörte zum Netz der Jakobswege (Caminos de Santiago), deren gemeinsames Ziel die Stadt Santiago de Compostela in Galicien ist.“ [Quelle: Wikipedia]

Die Via de la Plata ist ein Wanderweg. Dem entsprechend ist ihre Eignung als Radweg grenzwertig.

Als durchaus hilfreichen Routenplaner hatte ich den Wanderführer „Via de la plata“ von Cordula Rabe mit den darin enthaltenen GPS-Tracks dabei. Die darin aufgeführten 41 Wander-Etappen wandelte ich in 17 Rad-Etappen um. Die von mir aufgezeichnete Gesamtstrecke umfasst 1064 km. Die aufgezeichneten gpx-Tracks sind unten einzusehen (nicht immer vollständig; bisweilen hatte ich die Aufzeichnung zu spät aktiviert).

Da Ruhe-bzw. Besichtigungstage in Sevilla, Mérida, Salamanca und Santiago de Compostela eingeplant waren, umfasste die Reise insgesamt 25 Tage. 

Aus dem Vorwort des oben erwähnten Wanderführers:

„Von goldener Morgensonne durchflutete Korkeichenwälder. Wanderstunden voller Ruhe und Frieden in fast menschenleeren Landschaften, mal karg und eben, mal grün und bergig. Ein Fest für die Sinne im prächtigen, lebensfrohen Sevilla, ein kurzes Eintauchen in den eleganten Lebensstil der Römer in Itálica und Mérida, eine Zeitreise ins Mittelalter in den steinernen Gassen von Cáceres. Die fast 1000 km lange Vía de la Plata von Sevilla nach Santiago de Compostela ist zweifelsohne der außergewöhnlichste und faszinierendste Jakobs­weg auf der Iberischen Halbinsel. Sie vereint gekonnt Natur und Kultur……….
…Die Vía de la Plata gilt als einer der schwierigsten Jakobswege. Das ist gut so. Denn dieser nur zum Teil berechtigte Ruf verschont den Weg von Pilger- und Touristenmassen und er kann all das bieten, was Pilger suchen: weltvergesse­nes Wandern auf einsamen Wegen, intensiven Kontakt mit der Natur, Entschleunigung in kleinen, vom Tourismus noch unbehelligte Dörfer. Und vor allem: Pilgern ohne Stress, ohne Massenandrang…..

 
Massenandrang gab es nur in Santiago de Compostela. Die Stadt hat sich dadurch nicht zu ihrem Vorteil verändert.

Die Bilderfime:

Teil 1: Sevilla bis Los Lobos 

               

 

Teil 2: Los Lobos bis Santiago de Compostela   

            

 

GPS-Daten

Zu Rad und Wegen

Das MOMAD-Festival in Cáceres