Potosí, Montag, 29.5.2006, Tag 31    Im Lastwagen Baujahr 1952 (dem Jahr der Verstaatlichung der Minen, die zuvor im Besitz der Zinnbarone wie Aramayo, Hochschild und Patiño waren) hoch auf den Cerro Rico, den legendären Silberberg, zur Mine der Cooperativa Imperial, und in die Schächte des Bergs hinein. Nur dort tief drinnen kann man sich eine Vorstellung von den Arbeitsbedingungen der Mineros machen. Frauen ist die Arbeit in den Minen verboten, da sie Unglück brächten. Ihnen obliegt es, draußen vor den Schächten das Erz  zu zerklopfen. Die Minen werden seit Ende der achtziger Jahre von Kooperativen betrieben; zuvor waren die Minen von der staatlichen Gesellschaft heruntergewirtschaftet worden. Neuerdings wühlen wieder etwa 2000 Mineros in den Eingeweiden des Silberberges, da die Weltmarktpreise für Buntmetalle  um einiges angezogen haben. Dennoch liegt der Tagesverdienst eines Mineros bei nur 45 Bolivianos (ca. 4 €), wenn er nicht Mitglied der Cooperativa ist, und Mitglied mit Gewinnbeteiligung kann er nur werden, wenn er fünf Jahre für die Kooperative gearbeitet hat. Wir bringen der „Tio“-Statue im Schacht Opfer: Koka- Blätter, Zigaretten und 96%igen Alkohol, und für die Mineros hatte ich zusätzlich eine Stange Dynamit (in Potosí in Tante-Emma-Läden frei verkäuflich, auch an Kinder, kostet 5 Bolivianos), Zündschnur und Ammoniumnitrat in einer Tienda gekauft. Auch in Potosí ist der Tourismus stark eingebrochen; ein Fahrer und eine Führerin nur für die Brasilianerin Mónica und mich. Mit Letzterer gehe ich jetzt essen.   Hier in Potosí endet das Diario. Morgen fahre ich über das eisige Altiplano nach La Paz, nach Hause.   P.S.: Liebes Geschenk von Susanne und Werner Preiss nach Abschluss der Reise:
Ende der Motor- radreise 2006 © strapp 2010
Potosí, Montag, 29.5.2006, Tag 31    Im Lastwagen Baujahr 1952 (dem Jahr der Verstaatlichung der Minen, die zuvor im Besitz der Zinnbarone wie Aramayo, Hochschild und Patiño waren) hoch auf den Cerro Rico, den legendären Silberberg, zur Mine der Cooperativa Imperial, und in die Schächte des Bergs hinein. Nur dort tief drinnen kann man sich eine Vorstellung von den Arbeitsbedingungen der Mineros machen. Frauen ist die Arbeit in den Minen verboten, da sie Unglück brächten. Ihnen obliegt es, draußen vor den Schächten das Erz  zu zerklopfen. Die Minen werden seit Ende der achtziger Jahre von Kooperativen betrieben; zuvor waren die Minen von der staatlichen Gesellschaft heruntergewirtschaftet worden. Neuerdings wühlen wieder etwa 2000 Mineros in den Eingeweiden des Silberberges, da die Weltmarktpreise für Buntmetalle  um einiges angezogen haben. Dennoch liegt der Tagesverdienst eines Mineros bei nur 45 Bolivianos (ca. 4 €), wenn er nicht Mitglied der Cooperativa ist, und Mitglied mit Gewinnbeteiligung kann er nur werden, wenn er fünf Jahre für die Kooperative gearbeitet hat. Wir bringen der „Tio“-Statue im Schacht Opfer: Koka-Blätter, Zigaretten und 96%igen Alkohol, und für die Mineros hatte ich zusätzlich eine Stange Dynamit (in Potosí in Tante-Emma-Läden frei verkäuflich, auch an Kinder, kostet 5 Bolivianos), Zündschnur und Ammoniumnitrat in einer Tienda gekauft. Auch in Potosí ist der Tourismus stark eingebrochen; ein Fahrer und eine Führerin nur für die Brasilianerin Mónica und mich. Mit Letzterer gehe ich jetzt essen.   Hier in Potosí endet das Diario. Morgen fahre ich über das eisige Altiplano nach La Paz, nach Hause.   P.S.: Liebes Geschenk von Susanne und Werner Preiss nach Abschluss der Reise:
Ende der Motor- radreise 2006
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