Das menschliche Gehirn ist statistisch
gesehen deutlich sexualdimorph. Das
männliche Gehirn ist im Durchschnitt 11 %
schwerer und dieser Unterschied bleibt
signifikant, wenn die Körpergröße konstant
gehalten wird. Die Größe einzelner
Hirnareale im Verhältnis zur Gesamtgröße
unterscheidet sich ebenfalls.
Beispielsweise sind die Frontallappen bei
Frauen größer, die Amygdala und der
Hypothalamus bei Männern.
Auch bei Hirnarealen, die für kognitive
Funktionen zuständig sind, gibt es
Geschlechtsunterschiede. Frauen haben
im Mittel ein relativ größeres
Sprachzentrum und Forschungsergebnisse
suggerieren, dass diese anatomischen
Merkmale mit höheren Sprachfertigkeiten
von Frauen korrelieren.
Der signifikanteste Sexualdimorphismus
des menschlichen Gehirns scheint die
Lateralisation des Gehirns zu sein. Bei
Männern sind die beiden Hemisphären in
Bezug auf Sprache und Raumvorstellung
tendenziell asymmetrischer organisiert als
bei Frauen, was für einige Unterschiede in
kognitiven Funktionen sorgen könnte. So
haben Schäden an einer Hemisphäre bei
Frauen manchmal geringere Effekte als bei
Männern.
Die Geschlechtsunterschiede beim
Menschen gehen weit über anatomische
Merkmale hinaus und finden sich in vielen
Aspekten der Kognition, des Verhaltens
und Störungen desselben wieder. Die
historische Perspektive des Mannes als
Jäger und Sammler, konkurrierend mit
anderen Männern um Nahrung,
Ressourcen und Frauen und mit geringen
Investitionen in die Erziehung der Kinder,
ist konsistent mit der Entwicklung von
speziell männlichen Eigenschaften wie
Aggression, Konkurrenz und
Raumvorstellung. Bei Frauen standen
wahrscheinlich Kindererziehung und die
Fähigkeit, in einer kooperativen
Gemeinschaft zu überleben, im
Vordergrund, was die Herausbildung von
kommunikativen und sozialen Fähigkeiten
beförderte. Trotz des kürzlich
eingetretenen kulturellen Wandels der
Geschlechterrollen wird die Evolution des
Menschen auch in Zukunft Verhalten
beeinflussen
Text-Quelle: Wikipedia
© strapp 2011
Meine Website