Siegfried
Trapp
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Die Prüfschritte bei der Endlagersuche in Deutschland sind gesetzlich festgelegt und erfolgen in mehreren
Phasen mit jeweils klar definierten Prüf- und Entscheidungsschritten.
Überblick der Phasen und Prüfschritte
Die Endlagersuche läuft in drei Hauptphasen ab, die jeweils mehrere Prüfschritte beinhalten:
Phase I: Ermittlung von Teilgebieten und Standortregionen
Sammlung und Auswertung geologischer Daten durch die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE)
Anwendung von Ausschlusskriterien (etwa Erdbebengefahr, Vulkanismus, Bergbauschäden)
Überprüfung auf Mindestanforderungen (z.B. mindestens 300 Meter Wirtsgestein, ausreichende Mächtigkeit,
geringe Durchlässigkeit, genug Fläche)
Vorläufige Sicherheitsuntersuchungen in mehreren Prüfschritten (siehe unten)
Vorschlag von Standortregionen durch die BGE, Prüfung durch das BASE, Einrichtung von
Regionalkonferenzen für Bürgerbeteiligung
Phase II: Überirdische Erkundung ausgewählter Standortregionen
Durchführung von Erkundungsbohrungen und seismischen Messungen zur genaueren geologischen
Bewertung
Erneuter Vorschlag zur weiteren Eingrenzung der Standorte, Prüfung durch das BASE und Gesetzgeber
Phase III: Untertägige Erkundung
Errichtung von Erkundungsbergwerken an mindestens zwei Standorten
Umfassende Bewertung des Wirtsgesteins unter Tage
Endgültiger Standortvorschlag und abschließende Prüfung
Die vier Prüfschritte der Sicherheitsuntersuchungen in Phase I
In der ersten Phase finden sogenannte repräsentative vorläufige Sicherheitsuntersuchungen (rvSU) in vier
Prüfschritten statt:
1. Überprüfung auf ausreichendes Mengengerüst: Reicht das geologische Gesteinsvolumen für ein Endlager?
2. Überprüfung der Sicherheitsfunktionalitäten: Können Barrieren den Einschluss über lange Zeiträume
sichern?
3. Szenarienentwicklung und -analyse: Wie wirken sich verschiedene Störungen oder Entwicklungen auf die
Sicherheit aus?
4. Bewertung nach Eignungskategorien: Einteilung der Teilgebiete in Eignungskategorien (A bis D) je nach
Ergebnis der Sicherheitsuntersuchungen.
Anwendung weiterer Prüfkriterien
Neben den oben genannten Sicherheitsuntersuchungen werden regelmäßig folgende Prüfkriterien
angewandt:
- Geowissenschaftliche Abwägungskriterien (Gesteinsart, Tiefenlage, Durchlässigkeit, Barrierenwirkung)
- Planungswissenschaftliche Abwägungskriterien (z. B. Nutzungskonflikte, Infrastruktur)
Jede dieser Prüfphasen und -schritte endet mit einem Vorschlag, der jeweils von den zuständigen Behörden
fachlich geprüft und anschließend als Bundesgesetz festgelegt wird.
Öffentliche Beteiligung
In jeder Phase findet eine Bürgerbeteiligung statt, beispielsweise durch Regionalkonferenzen,
Stellungnahmen und Nachprüfaufträge.
Meine Website
Endlagersuche, Stand 2025
Quelle: https://www.bge.de/de/bge/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/news/2025/11/die-bge-zeigt-wo-die-
endlagersuche-aktuell-steht/