Fahrradpatenschaften in Uganda Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der seit neun Jahren die ländliche Bevölkerung in Uganda mit dem angepaßten Transportmittel Fahrrad unterstützt. Dazu können SpenderInnen hier ein Fahrrad (oder einen Anteil davon) zeichnen. Mit dem Geld werden vor Ort übliche Räder von einer landeseigenen Fabrik gekauft und etwas verbilligt an Einheimische abgegeben. Fahrräder stellen das wichtigste Transportmittel in Uganda dar. Sie werden zum Wasserholen, Lastentransport und Personentransport verwendet. Fahrräder kosten umgerechnet vier bis sechs Monatsgehälter einer Krankenschwester in Uganda. "Egaali momaso" - "mit dem Fahrrad vorwärts", sagen sich Krankenschwestern, traditionelle Hebammen und Barfuß- GesundheitarbeiterInnen in Uganda. Rose Kaneene, eine Krankenschwester und Hebamme aus einem Hospital 50 km von Jinja, der zweitgrößten Stadt Ugandas entfernt, fasst es in einfache Worte: "The major problem we face is transport. Transport to monitor patients at home, to have vaccination-outreaches or to hold seminars about hygiene and prevention of diseases in the villages." Um diesem Dilemma entgegenzutreten, haben 1990 Engagierte den gemeinnützigen Verein "Jugendhilfe Ostafrika" gegründet und begonnen, Finanzmittel für Fahrräder für soziale Initiativen in Ostafrika zu sammeln. Mittlerweile hat der Verein ca. 15.000 ortsübliche Fahrräder indischer oder chinesischer Bauart durch Spenden ankaufen und importieren können, die zum Großteil im Bereich Community-Development eingesetzt werden. In Ostafrika ist das Fahrrad traditionell ein beliebtes Transportmittel, es gibt ein gut ausgebautes System von Fahrradtaxis auf den kleinen Straßen und Wegen sowie in den Städten. Die "boda-boda" (lokaler Name für die Fahrradtaxis) nehmen Passagiere auf den Gepäckträger oder transportieren schwere Lasten bis zum nächsten größeren Markt. Krankenschwestern und Hebammen fahren mit ihrer Ausrüstung, in Notfällen auch mit PatientInnen nach "boda-boda"-Manier zum nächsten Hospital, das 20 km und weiter entfernt sein kann. Rose: "What can you do, if someone is sick? People can not afford transport by car. They need their little money for treatment. If there is an emergency- case, you have at least to reach the patient in time, e.g. a woman delivering. The bicycle is the appropriate means on the narrow paths in the rural area."Die persönliche Erfahrung, daß motorisierter Transport auf dem Land nicht bezahlbar und unpassend ist, haben einige Gründungsmitglieder des Vereins dazu bewogen, diese transparente und praktische Unterstützung in Form von Fahrradpatenschaften voranzutreiben. Der Vereinsvorstand von Jugendhilfe Ostafrika : "Wir vergeben auch bewußt lokal übliche Fahrräder, um nicht einmal mehr eine neue, eventuell unangepaßte Technologie einzuführen. Hier übliche Fahrräder bestehen aus ganz anderen Einzelteilen als die indischen oder chinesischen, deren Ersatzteile untereinander austauschbar sind. Auch lehnen wir es ab, den Leuten einmal mehr second-hand Ware, gebrauchte Fahrräder von hier in die Hand zu drücken." Der Verein arbeitet permanent mit Initiativen in Ostafrika zusammen, die im Bereich Basisgesundheitsversorgung, Community-Development und Erwachsenenbildung aktiv sind. Zur Montage der Spendenräder betreibt z.B. ein Einheimischer in Uganda eine Montagewerkstatt in der Jugendliche eines Waisenhauses als Fahrradmonteure angelernt werden und sich durch diese praktische Arbeit etwas Geld verdienen können. Zu der weiteren Arbeit des Vereins die Vorstandsfrau: "Wir leisten bisher alle Arbeit ehrenamtlich und sind an unseren Grenzen. Staatliche wie kirchliche Entwicklungshilfeorganisationen haben unsere Anträge auf finanzielle Unterstützung bisher abgelehnt, doch zumindest scheint sich die Idee rumzusprechen. Es ist eben gerade in diesem Land schwer, Alternativen zum motorisierten Transport im Bereich der Entwicklungshilfe durchzusetzen. Die Automobil-Industrie ist da zu sehr im Geschäft." Um den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, wird jährlich ein Fahrradrennen für Frauen mit dem Motto "women on the move" organisiert Text-Quelle: www.jessas.de
Siegfried Trapp
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Fahrradpatenschaften in Uganda Wir sind ein gemeinnütziger Verein, der seit neun Jahren die ländliche Bevölkerung in Uganda mit dem angepaßten Transportmittel Fahrrad unterstützt. Dazu können SpenderInnen hier ein Fahrrad (oder einen Anteil davon) zeichnen. Mit dem Geld werden vor Ort übliche Räder von einer landeseigenen Fabrik gekauft und etwas verbilligt an Einheimische abgegeben. Fahrräder stellen das wichtigste Transportmittel in Uganda dar. Sie werden zum Wasserholen, Lastentransport und Personentransport verwendet. Fahrräder kosten umgerechnet vier bis sechs Monatsgehälter einer Krankenschwester in Uganda. "Egaali momaso" - "mit dem Fahrrad vorwärts", sagen sich Krankenschwestern, traditionelle Hebammen und Barfuß- GesundheitarbeiterInnen in Uganda. Rose Kaneene, eine Krankenschwester und Hebamme aus einem Hospital 50 km von Jinja, der zweitgrößten Stadt Ugandas entfernt, fasst es in einfache Worte: "The major problem we face is transport. Transport to monitor patients at home, to have vaccination-outreaches or to hold seminars about hygiene and prevention of diseases in the villages." Um diesem Dilemma entgegenzutreten, haben 1990 Engagierte den gemeinnützigen Verein "Jugendhilfe Ostafrika" gegründet und begonnen, Finanzmittel für Fahrräder für soziale Initiativen in Ostafrika zu sammeln. Mittlerweile hat der Verein ca. 15.000 ortsübliche Fahrräder indischer oder chinesischer Bauart durch Spenden ankaufen und importieren können, die zum Großteil im Bereich Community- Development eingesetzt werden. In Ostafrika ist das Fahrrad traditionell ein beliebtes Transportmittel, es gibt ein gut ausgebautes System von Fahrradtaxis auf den kleinen Straßen und Wegen sowie in den Städten. Die "boda-boda" (lokaler Name für die Fahrradtaxis) nehmen Passagiere auf den Gepäckträger oder transportieren schwere Lasten bis zum nächsten größeren Markt. Krankenschwestern und Hebammen fahren mit ihrer Ausrüstung, in Notfällen auch mit PatientInnen nach "boda-boda"- Manier zum nächsten Hospital, das 20 km und weiter entfernt sein kann. Rose: "What can you do, if someone is sick? People can not afford transport by car. They need their little money for treatment. If there is an emergency-case, you have at least to reach the patient in time, e.g. a woman delivering. The bicycle is the appropriate means on the narrow paths in the rural area."Die persönliche Erfahrung, daß motorisierter Transport auf dem Land nicht bezahlbar und unpassend ist, haben einige Gründungsmitglieder des Vereins dazu bewogen, diese transparente und praktische Unterstützung in Form von Fahrradpatenschaften voranzutreiben. Der Vereinsvorstand von Jugendhilfe Ostafrika : "Wir vergeben auch bewußt lokal übliche Fahrräder, um nicht einmal mehr eine neue, eventuell unangepaßte Technologie einzuführen. Hier übliche Fahrräder bestehen aus ganz anderen Einzelteilen als die indischen oder chinesischen, deren Ersatzteile untereinander austauschbar sind. Auch lehnen wir es ab, den Leuten einmal mehr second-hand Ware, gebrauchte Fahrräder von hier in die Hand zu drücken." Der Verein arbeitet permanent mit Initiativen in Ostafrika zusammen, die im Bereich Basisgesundheitsversorgung, Community-Development und Erwachsenenbildung aktiv sind. Zur Montage der Spendenräder betreibt z.B. ein Einheimischer in Uganda eine Montagewerkstatt in der Jugendliche eines Waisenhauses als Fahrradmonteure angelernt werden und sich durch diese praktische Arbeit etwas Geld verdienen können. Zu der weiteren Arbeit des Vereins die Vorstandsfrau: "Wir leisten bisher alle Arbeit ehrenamtlich und sind an unseren Grenzen. Staatliche wie kirchliche Entwicklungshilfeorganisationen haben unsere Anträge auf finanzielle Unterstützung bisher abgelehnt, doch zumindest scheint sich die Idee rumzusprechen. Es ist eben gerade in diesem Land schwer, Alternativen zum motorisierten Transport im Bereich der Entwicklungshilfe durchzusetzen. Die Automobil-Industrie ist da zu sehr im Geschäft." Um den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, wird jährlich ein Fahrradrennen für Frauen mit dem Motto "women on the move" organisiert Text-Quelle: www.jessas.de
 
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