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ACHT JAHRE VORBEI, UND NICHTS PASSIERT?
Diese Forderung des
aus dem Jahr 2017 ist offenbar ungehört verhallt:
Gleichberechtigung: Männer fordern eigene
Geschlechtsendung
15.11.17
Berlin (dpo) - Wie lässt sich die deutsche Sprache fairer gestalten? Immer mehr
Männerrechtsaktivisten fordern eine eigene Substantiv-Endung für Männer. Neben
Berufsbezeichnungen wie "Bäcker", "Frisör" und "Professor", die oft für beide Geschlechter
verwendet werden, wollen sie "Bäckerer", "Frisörer" und "Professorer" als rein männliche
Formen etablieren.
"Frauen haben schon lange ihre eigene Endung '-in' beziehungsweise '-innen', mit der ganz
klar nur weibliche Personen gemeint sind", erklärt Joachim Willer vom Linguistischen
Männerbund (LMB). "Wir Männer dagegen müssen uns meistens mit dem generischen
Maskulinum begnügen, das zwar schon irgendwie Männer meint, aber meistens auch Frauen."
Was er meint, zeigt Willer an einem Beispiel: "Wenn ich sage, ich gehe zum Frisör, ist noch
völlig unklar, ob der Friseur männlich oder weiblich ist. Wenn ich sage, ich gehe zur Frisörin,
weiß jeder Bescheid, dass es sich um eine Frau handelt. Das ist ungerecht!"
Männer gehen in der Geschäftswelt oft unter, weil sie keine eigene Geschlechtsendung haben.
Künftig soll daher nach dem Wunsch des LMB die Zusatzendung "-er" eindeutig signalisieren,
dass es sich um einen oder mehrere Männer handelt. Die bisher sowohl für Männer als auch
für beide Geschlechter verwendete herkömmliche Maskulinform soll dann endgültig zur rein
neutralen Bezeichnung werden, mit der Männer und Frauen gleichermaßen gemeint sind.
Die folgenden Beispiele zeigen, wie die neue Maskulinendung für verschiedene Berufe
aussieht (neutral/weiblich/männlich): Polizist-Polizistin-Polizister, Professor-Professorin-
Professorer, Gynäkologe-Gynäkologin-Gynäkologer, Steinmetz-Steinmetzin-Steinmetzer,
Chirurg-Chirurgin-Chirurger, Papst-Päpstin-Papster, Pilot-Pilotin-Piloter, Arzt-Ärztin-Arzter etc.
Darüberhinaus kann die neue Endung auch bei einigen Substantiven verwendet werden, die
keine Berufsgruppen bezeichnen. Faustregel: Wenn es eine weibliche Form mit -in gibt, dann
muss es auch eine männliche Form mit -er geben. Beispiele (neutral/weiblich/männlich):
Kosmopolit-Kosmopolitin-Kosmopoliter, Psychopath-Psychopathin-Psychopather, Retter-
Retterin-Retterer, Freund-Freundin-Freunder, Verehrer-Verehrerin-Verehrerer, Feminist-
Feministin-Feminister
Der Linguistische Männerbund hoffe, dass die Politikerinnen und Politikerer die Neuerungen
schnellstmöglich einführen, damit die Benachteiligung männlicher Deutscherer schon bald ein
Ende habe, so der Sprecherer.