(16) Sechzehnter Tag

Donnerstag, 01.09.2011, 18:30.
Hotel & Gasthof „Goldener Adler“, Fladungen

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An der Brücke der Einheit und dem Haus Hoßfeld (Wikipedia: „Während der Zeit der innerdeutschen Teilung gewann das Gebäude der ehemaligen Druckerei Hoßfeld Berühmtheit, weil die innerdeutsche Grenze mitten durch das Gebäude verlief. Erst 1976 wurde durch eine Grenzregelung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik das gesamte Grundstück der Bundesrepublik zugeteilt.“) bin ich ohne sie zu sehen erstmal morgentlich desorientiert in die falsche Richtung vorbeigeradelt, was mir 5 km Umweg bescherte.

    

Die Ulster entlang ging es dann flott voran, dann übersah ich wieder eine Abzweigung und musste, um zu Point Alpha zu gelangen, einen üblen Schotterweg, von Borsch weg hoch, einen Weg, der auf groben lockeren Steinen auf kurzer Distanz etwa 180 Höhenmeter überwand.

Nach Point Alpha ging es alles wieder runter und weiter die Ulster entlang. Von Batten führt ein langer steiler Weg über mehrere Kilometer bergauf, ohne ebene Zwischenstücke zum Erholen, der Radführer vermerkt, es geht „so steil aufwärts, dass ein Normalsterblicher schieben muss“. Das ging natürlich nicht an für mich, ich meine das Schieben, und so wurde es übel: Der Tag hatte bei 280m Meereshöhe begonnen und erreichte beim Punkt „Hoel“ knapp 800 Höhenmeter. Ohne schieben. Ob der Radweg unbedingt über Frankenheim, den höchstgelegenen Ort der Rhön, also einem deutschen Mittelgebirge, führen muss, sei dahingestellt. Danach folgte noch ein Streckenstück auf einer Art Wildwechselpfad, der im Radführer nicht mit der Karte zu finden war, sondern nur mit der beigefügten Wegbeschreibung („man passiert die Gaststätte Schweinebucht“, „hinter den Büschen links hoch“).

Bis Fladungen insgesamt 800 Höhenmeter laut Höhenprofil; das enthält aber nicht alle aufs und abs, tatsächlich etwa 1000m.

Erst halb sechs, doch die nächsten Kilometer sehen bergig aus, und die nächste Übernachtungsmöglichkeit ist 46km entfernt. Nolens volens, bei bestem Wetter, Sonnenschein und Windstille, Abbruch in Fladungen, nach nur 75km (Tacho) bzw. 77km (GPS), in einem verschlafenen oberfränkischen Zonenrandstädtchen.

Ach: Auf der Fahrt sind nah bei mir zwei Schwarzstörche vor mir aufgeflogen, bis ich allerdings die Kamera in Anschlag gebracht hatte, waren sie schon einige Hundert Meter weiter gelandet.

Tag 17

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